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Entwicklungsgeschichte Die Geschichte der aufgeladenen Motoren ist fast so alt wie die der
Verbrennungsmotoren selbst. Der Schweizer Ingenieur Alfred Buchi erhielt
1905 ein Patent auf einen Verbundmotor, bei dem der Lader und die Turbine
mechanisch an den Motor gekoppelt waren. Er bekam 1915 ein weiteres Patent
für die erste freilaufende Abgasturboladergruppe. Dieser Erfindung liegen
Erfahrungen von 1905 zugrunde. Hinzu kommen die ökologisch günstigeren
Abgas-Emissionswerte. | ||
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Aufbau
Der Verdichter ist in Radialbauweise ausgeführt und verdichtet in der Regel
nur Luft. Um hohe Druckverhältnisse zu erreichen, kommt in den meisten Fällen
eine Zentripetalturbine zur Anwendung. Axialturbinen werden nur in großen
Aggregaten eingesetzt. Abgasturbolader haben eine sehr hohe Läuferdrehzahl (über
200.000 min-1 bei PKW-Motoren). Die Turbinenwelle ist auf axialen Schwimmlagern
gelagert, die sich in relativer Bewegung befinden, wodurch sich die hohe
Turbinendrehzahl gegenüber dem Gehäuse aufteilt. Das Lagergehäuse, die Turbine
und das Turbinengehäuse sind wegen der extremen Temperaturen aus hochwertigem
Grauguß gefertigt, Kompressorgehäuse und Kompressorrad hingegen sind aus
hochfestem Leichtmetall.
Aufbau eines Abgasturboladers im Schnitt
Ladedruckregelung
In modernen PKWs und LKWs erfolgt die Ladedruckregelung durch ein vom
Ladedruck gesteuertes Abgasabblasventil (wastegate). Durch dieses Regelventil
strömen die heißen Abgase ohne Ausnutzung ihrer Arbeitsenergie an der Turbine
vorbei in den Auspuff.
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